Sonderpädagogisches Beratungs-und Förderzentrum

A) Strukturdaten

1. Allgemeines

Die Dezentrale Förderschule für Erziehungshilfe und Kranke (DFE) mit Sitz im Kreishaus in
Dietzenbach hat im siebten Jahr ihre Arbeit weitergeführt. Wie im Schulentwicklungsplan des
Kreises Offenbach vorgesehen, arbeitet die Schule dezentral mit Erziehungshilfe-Schüler/innen
je nach Bedarf grundsätzlich an allen Schulen im Kreisgebiet. Der im Jahr 2004 geschlossene
Kooperationsvertrag zwischen dem Kreis Offenbach und dem Staatlichen Schulamt wird
unverändert fortgesetzt.
Die Dezentrale Förderschule musste im Berichtsjahr allerdings empfindliche Stellenkürzungen
von ca. 20 % verkraften. Dies beeinträchtigte unsere Arbeit in erheblichem Unfang und führte
zu deutlichem Stellenabbau und auch zu Wartelisten für neue Beratungs- oder Förderaufträge.
Im Mai 2011 konnte nach langen Planungszeiten die neue Institutsambulanz der Kinder- und
Jugendpsychiatrie (Vitos-Klinik Riedstadt) ihren Betrieb aufnehmen. Dort wurden zwei Klassen
für seelisch kranke Kinder, die in der dortigen Tagesklinik aufgenommen werden, als neue
Abteilung Dezentralen Förderschule eingerichtet, der „Lernstern“.
Die diesjährige Statistik für die von uns begleiteten Schüler/innen wurde zum vierten Mal,
allerdings unter stark veränderten Vorgaben, mit der Lehrer- und Schüler-Datenbank (LUSD)
erstellt. Im Vorgriff auf das neue Schulgesetz, das erst im November 2011 in Kraft trat, wurde
die Dezentrale Förderschule angewiesen, keine Schüler/innen mehr in kooperativer Förderung
nach § 53 (3) das bisherigen Schulgesetzes als „eigene“ Schüler/innen zu führen. Alle
Schüler/innen werden nun an ihren Stammschulen in der LUSD verwaltet und lediglich als
„externe“ Schüler/innen unseres BFZ aufgelistet. Dies trifft auch auf alle präventiv geförderten
Schüler/innen zu im Rahmen der Dezentralen Erziehungshilfe (sog. „Kleinklassen für
Erziehungshilfe“) sowie alle im BFZ zur Beratung vorgestellten oder kurzfristig geförderten
Schüler/innen.
Intensiv beschäftigte sich das Kollegium mit der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf inklusive
Beschulung an Regelschulen. Für viele Kollegen/innen und Kooperationspartner/innen war es
schwer nachvollziehbar, dass die Arbeit der DFE, die ohnehin von Beginn an auf größtmögliche
inklusive Beschulung angelegt war, von einer ersten „Sparwelle“ getroffen und durch die
Änderung der schulrechtlichen Zuordnung der Schüler/innen zusätzlich verunsichert wurde.
Trotz erheblicher schulrechtlicher Veränderungen und Stellenkürzungen kam im Berichtsjahr
mit der Schule in der Tagesklinik eine neue und sehr aufwändige Aufgabe auf die Dezentrale
Förderschule zu.
Durch die Arbeit im Lernstern, Schule in der Tagesklinik, wurde auch eine Änderung unseres
Schul-Logos nötig (ein neuer „Stern“ für die Dezentrale Förderschule), das gegen Ende des
Berichtsjahres vom Kollegium verabschiedet wurde und zum neuen Schuljahr 2011/12
umgesetzt werden wird.
Neu und für uns sehr positiv war die Einrichtung eines „Kleinen Budgets“, aus dem wir flexibel
die besonderen Bedürfnisse unserer Schule unterstützen konnten (z.B. durch Lehrbücher,
Arbeitsmittel, Fortbildungen, Supervisionen). Insbesondere der sehr hohe Fortbildungs-,
Beratungs- und Supervisionsbedarf des Kollegiums konnte hierdurch gesichert werden.

2. Personelle Ressourcen

Im Schuljahr 2010/11 verkleinerte sich das Kollegium auf insgesamt 34 Mitarbeiter/innen auf
23 Stellen, im vorigen Schuljahr waren es 38 Mitarbeiter/innen auf zusammen 27,8 Stellen,
dies entspricht einer Kürzung um ca. 20 %.
Der Anteil der Jugendhilfefachkräfte im Dienst des Kreises Offenbach umfasste wie bisher
zusätzlich 4 Mitarbeiter/innen auf 3 Stellen.
Das Staatliche Schulamt stellte somit weiterhin den größten Anteil der personellen Ressourcen.
Das gesamte Kollegium setzte sich wie folgt zusammen: 16 Förderschullehrer/innen, 17 Dipl.-
Sozialpädagogen/innen oder Diplom-Pädagogen/innen, 2 Diplom-Kunsttherapeuten/innen, 1
Kinderkrankenschwester, 1 Diplom-Reittherapeutin, 1 Diplom-Politologe.
Die Arbeit wurde in vier Teams (Team Ost / Rodgau / Dietzenbach / West) organisiert, die
Kleinklassenlehrkräfte trafen sich ebenfalls regelmäßig als Präventions-Team.
Das Kollegium bestand aus 13 männlichen und 25 weiblichen Mitarbeiter/innen.
Die Kreisverwaltung stellte weiterhin eine Schulsekretärin auf halber Stelle der DFE für die
Verwaltung der Schule zur Verfügung.
Die Stelle des/r Konrektors/in wurde im Februar 2011 neu besetzt, die neue Konrektorin Frau
Buschardt-Schäfer übernahm ab 1.2.2011 die Vorbereitungen und ab 1.5.2011 die Leitung für
den Lernstern, die neue Schule in der Tagesklinik.

3. Räumliche und sächliche Ressourcen

Im Kreishaus standen wie bisher zwei voll ausgestattete Büroräume für die Verwaltungskraft
und die Schulleitung zur Verfügung, ebenso ein Arbeitszimmer für Lehrkräfte und ein fester
Besprechungsraum in direkter räumlicher Nähe zum Schulleitungsbüro. Ein bisher zusätzlich
genutztes Büro musste wegen Raumnot anderer Abteilungen aufgegeben werden.
Weitere zwei Büros nutzen die Mitarbeiter/innen der Jugendhilfe des Kreises Offenbach. Für
Konferenzen konnte die DFE weiterhin auf Konferenz- und Besprechungsräume, die bei Bedarf
gebucht werden, sowie auf den kreishausinternen Service (IT, Hausmeister, Reinigungskräfte)
zurückgreifen. Allerdings zeigte sich auch in diesem Jahr, dass es bei der Nutzung von großen
Konferenzräumen zu Doppelbelegungen kam, Räume ausgebucht waren und Konferenzen
daher ausfallen mussten. Es fehlten weiterhin geeignete Räumlichkeiten für Supervision oder
Einzelunterricht für Schüler/innen, die aus pädagogischen Gründen kurzfristig nicht in ihren
Regelschulen beschult werden konnten.
Der Fachdienst Schulservice stellte ein Budget für Sachmittel für die laufende Arbeit zur
Verfügung, ebenso konnte das neue kleine Budget des Landes Hessen für Fortbildung,
Vertretungsunterricht, Lehr- und Lernmittel sowie pädagogischen IT-Support eingesetzt
werden.
Die eigentliche Förderarbeit mit den Schüler/innen, Eltern oder die kollegiale Beratung mit
Lehrkräften fand in den Räumlichkeiten der kooperierenden Regelschulen statt. Für
Einzelarbeit oder Gespräche sind diese nicht immer optimal eingerichtet. Zum Teil konnte auf
Räume in Förderschulen zurückgegriffen werden (für AGs). Ab Mai 2011 konnten die Räume
des Lernstern z.T. nachmittags genutzt werden.

4. Schülerzahlen

Im Berichtsjahr ist es aufgrund der Stellenkürzungen nicht immer gelungen, die Förderung aller
im Kreis Offenbach wohnenden Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem
sonderpädagogischem Förderbedarf Erziehungshilfe oder im Sinne der Schule für (seelisch)
Kranke durch die DFE zu sichern. Am Anfang des Schuljahres starteten wir mit einer Liste von
35 neuen Aufträgen intensiver ambulanter Förderungen, die wir nicht alle zu Schuljahresbeginn
versorgen konnten. Etwa 10 Schüler standen bis Dezember 2010 auf einer Warteliste. Nur
durch nur ein besonderes hohes Engagement des Kollegiums war es möglich, diese Warteliste
bis zum 2. Halbjahr abzubauen.

Die DFE förderte zum Stichtag (18.2.2011) 94 Schüler/innen im Rahmen der intensiven
ambulanten Förderung des BFZ, und 21 Schüler/innen im Gemeinsamen Unterricht an
Regelschulen, zusammen 115 Schüler/innen (Vorjahr: 121).
289 Schüler/innen wurden im Rahmen der präventiven Förderung an 11 Kooperationsschulen
(„Kleinklassen für Erziehungshilfe) gefördert.
Dazu kamen etwa 200 Beratungs- und Förderungsaufträge im Rahmen des
sonderpädagogischen Beratungs- und Förderzentrums für Erziehungshilfe, in der Regel weniger
als drei Monate andauernd.
Von den intensiv ambulant geförderten Schüler/innen waren ca. 97 % Jungen, nur 3 %
Mädchen. Etwa die Hälfte aller EH-Schüler/innen besuchen jeweils die Grundschule und die
Sekundarstufe, dies entspricht den Zahlen des Vorjahres.
Im Rahmen der sonderpädagogischen Überprüfungen wurden von der DFE im Berichtszeitraum
45 sonderpädagogische Gutachten übernommen, d.h. ebenso viele wie im Vorjahr. Davon
wurden 26 Gutachten mit der Empfehlung der Feststellung eines sonderpädagogischen
Förderbedarfs Erziehungshilfe abgeschlossen.
Bei zwei älteren Schülern wurde ein vorübergehendes Ruhen der Schulpflicht beantragt.
Am Ende des Schuljahres konnte bei 26 Schülerinnen und Schülern (= ca. 22 %) der
sonderpädagogische Förderbedarf aufgehoben werden.
Bei weiteren 15 Fällen konnte die Arbeit beendet werden: 3 Schüler/innen wechselten an
Förderschulen für Lernhilfe, 3 Schüler/innen an stationäre Förderschulen für Erziehungshilfe, 8
Schüler/innen wurden im Rahmen von stationären Erziehungshilfen wohnortfremd
untergebracht, und 1 Schüler zog mit seiner Familie aus dem Kreis Offenbach fort.
Somit konnten zum Ende des Jahres insgesamt 41 Fälle, also etwa 35 % der intensiven
ambulanten Förderungen, beendet werden.

5. Schulbezogene Projekte

An folgenden 11 Schulen wurden schulbezogene präventive Förderung im Rahmen dezentraler
Erziehungshilfe („Kleinklasse für Erziehungshilfe“) angeboten:
– Gartenstadtschule, Rodgau
– Johannes-Gutenberg-Schule, Hainburg
– Aueschule, Dietzenbach
– Sterntalerschule, Dietzenbach
– Erich-Kästner-Schule, Dreieich-Sprendlingen
– Gerhart-Hauptmann-Schule, Dreieich
– Albert-Schweitzer-Schule, Langen
– Joseph-von-Eichendorff-Schule, Obertshausen
– Sonnenblumenschule, Langen
– Brüder-Grimm-Schule, Mühlheim
– Hermann-Hesse-Schule, Obertshausen
Mit diesen präventiven Angeboten erreichten wir an 11 Standorten jeweils ca. 25 bis 30
Schüler/innen wöchentlich, insgesamt somit knapp 300 Schülerinnen und Schüler.
Aufgrund der Personalknappheit konnten keine Kollegialen Beratungsgruppen angeboten
werden.

6. Kooperationsschulen

Die DFE arbeitete im Berichtszeitraum mit 43 Kooperationsschulen zusammen. Somit war die
DFE im Berichtszeitraum in etwa 60 % aller Grund- und SekundarstufeI-Schulen (insgesamt
73) im Kreis OF präsent. Die Kooperationsschulen verteilten sich recht gleichmäßig auf das
Kreisgebiet, nur in Dietzenbach waren es alle ansässigen Schulen (sehr hohe soziale
Belastung).

B) Prozessdaten

1. Konzeptionelle Arbeit

Die Veränderungen des schulrechtlichen Rahmens in Richtung Inklusion sowie die Entwicklung
des Unterrichts im „Lernstern“ waren Mittelpunkt der inhaltlichen Arbeit. In der
Weiterentwicklung der Schulprogrammarbeit wurden wir von der Schulentwicklungsberatung
des Schulamts Offenbach, Frau Dennhof, unterstützt. An zwei pädagogischen Tagen, am 3.2.11
und am 21.6.11 wurde daran gearbeitet.
Die bisherigen Arbeitsvorhaben
– Kooperation mit Regelschulen und
– Planung der Schule in der Tagesklinik
wurden evaluiert, abgeschlossen und als fester Bestandteil des Schulprogramms
implementiert.
Es sind folgende neue Arbeitsvorhaben für das Schuljahr 2011/12 geplant:
– Veranstaltungsreihe „Inklusion im Dialog“
– Konzeption für die DFE
– Seelische Gesundung

2. Zusammenarbeit zwischen

Jugendhilfe-Mitarbeiter/innen und Lehrkräften

In allen vier Teams arbeiteten wie bisher Lehrkräfte des Staatlichen Schulamts mit
unterschiedlichen Berufsausbildungen (Förderschulpädagogen/innen, Sozialpädagogen/innen,
Grundschullehrer, Kunsttherapeut) mit den Jugendhilfe-Kollegen/innen des Kreises Offenbach
(Dipl.-Sozialpädagogen/innen mit verschiedenen Zusatzausbildungen) konstruktiv zusammen.
Teilweise arbeiteten Kollegen/innen zu zweit, z.B. in der Arbeit mit dem Schüler und in der
Beratung der Eltern (im Sinne einer „Segmentierung“), wobei die Koordination und
Zusammenführung der Arbeit in den Fallbesprechungen und Supervisionen der regionalen
Teams geleistet wurde.
Die täglich praktizierte und hoch effektive Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule ist
ein tragendes Element der Schulkultur, ohne die die Arbeit der DFE nicht vorstellbar wäre.

3. Zusammenarbeit mit Regelschulen

Die Zusammenarbeit mit den Regelschulen ist fast immer von gegenseitigem Vertrauen und
den gelungenen gemeinsamen Arbeitserfahrungen in den bisherigen Kooperationen geprägt. In
2 Fällen war es aus pädagogischen Fällen sinnvoll, dass Schüler die Schule wechselten. Hier
konnten einvernehmlich neue Schulen gefunden und die Schüler im Übergang begleitet werden.
Die Regelschulen akzeptieren und schätzen den fachlichen Blick und den manchmal
ungewöhnlichen Förderansatz in der schulischen Erziehungshilfe. Gemeinsame Erfolge in der
Förderung oder konstruktiv gelöste Konflikte festigten die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

4. Interne Beratungs- und Gesprächsstruktur

Im Schuljahr gab es wie im Vorjahr folgende interne Reflexions- und Diskussionsstruktur:
Pro Team eine Fallbesprechung pro Woche, eine Gesamtkonferenz einmal pro Monat mit den
Schwerpunkten gegenseitige Information und interne Fortbildung, ebenfalls monatlich
Besprechungen des Jugendhilfe-Teams abwechselnd alleine mit der Schulleitung und
gemeinsam mit der Fachkraft für Projektsteuerung und der Schulleitung. Daneben hatte jedes
Team Gruppensupervisionen (acht pro Jahr) ohne die Schulleitung mit einem/r externen
Supervisor/in.

 5. Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst

des Kreises Offenbach (ASD) und

Freien Trägern der Jugendhilfe

Mit dem ASD wurde wie bisher sehr eng und gut zusammen gearbeitet. Der Anteil der Fälle, in
denen der Allgemeine Soziale Dienst beteiligt war, ging etwas zurück und betrug etwa 43 %
(Vorjahr: 63 %).
Somit waren in mehr als der Hälfte aller Fälle war nur die DFE als erzieherische Unterstützung
(oft auch in den Familien) tätig.
Im Berichtszeitraum wurden 8 Kinder und Jugendliche stationär im Rahmen von
Jugendhilfemaßnahmen untergebracht, zumeist in weit entfernt liegende Einrichtungen
(Vorjahr: 14 stationäre Unterbringungen). Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich
niedriger. Bei allen Unterbringungen handelte es sich um extrem konflikthafte familiäre
Verhältnisse, die durch ambulante schulische und außerschulische Hilfen nicht mehr
aufgefangen werden konnten.

6. Die Arbeit der Koordinierungsstelle

Die Koordinierungsstelle (KOST) zwischen Kreis Offenbach und Staatlichem Schulamt OF passte
ihre Arbeit der aktuellen Aufgabenstellung der DFE an. Im Zentrum standen der
Informationsaustausch und grundsätzliche konzeptionelle Überlegungen zur Inklusion, ebenso
die veränderten Anforderungen in der Jugendhilfe. Die KOST tagte im laufenden Schuljahr
viermal. Herr Dr. Einig, der Leiter der neuen kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanz und
Tagesklinik in Dietzenbach, nahm einmal teil und bereicherte die Diskussion.

7. Kooperationstreffen

Im Berichtsjahr fanden zahlreiche intensive Fortbildungen und hessenweite Konferenzen zur
Auseinandersetzung mit dem neuen Schulgesetz und den neuen Bestimmungen zur Inklusion
statt. Daher entfielen die meisten der bisherigen Kooperationstreffen mit den anderen BFZ und
der Abteilung für Erziehungshilfe der Ludwig-Dern-Schule, Offenbach.

8. Fortbildung

Neben externen Fortbildungen einzelner Kollegen/innen (z.B. ETEP) organisierte das Kollegium
als Referenten/innen untereinander Fortbildungen im Rahmen der Gesamtkonferenz und der
Schulprogrammarbeit. Insbesondere Themen aus den Bereichen Inklusion und Standards der
Erziehungshilfe-Arbeit standen im Mittelpunkt des Fortbildungsplans.

C) Ergebnisdaten

Die laufenden und abgeschlossenen Einzel-Fördermaßnahmen im Rahmen der kooperativen
Förderung und des gemeinsamen Unterrichts wurden unter folgenden Fragestellungen
evaluiert:

2. Wie hoch ist die Zufriedenheit der kooperierenden Klassenlehrkräfte der
Regelschulen in Bezug auf


http://www.dfe-kreisoffenbach.de/images/stories/2012/zufriedenheit%20koop.jpg

Der Rücklauf der anonymisierten Fragebögen betrug bei den DFE-Förderlehrkräften 82 %
(N=94 von 115), bei den Klassenlehrkräften 62 % (N=72 von 115).
Viele Lehrkräfte nutzten die Rubrik „sonstiges“ zu persönlichem, überwiegend positivem
Feedback. Wie bereits in den Vorjahren wurde die Zusammenarbeit mit konkreten Personen
und individuelle Fallverläufe sehr wertschätzend und mit Dank zurückgemeldet. Als Kritik
wurden vor allem mangelnde zeitliche Ressourcen insbesondere von den Klassenlehrkräften
benannt.
Die Auswertung des Feedbacks zeigt eine hohe, größtenteils übereinstimmende Zufriedenheit
der Förder- und Klassenlehrkräfte zur Frage der Entwicklung der Schüler/innen, wobei die
Beurteilung aus Sicht der Klassenlehrkäfte etwas negativer ausfällt:

http://www.dfe-kreisoffenbach.de/images/stories/2012/entwicklung%20d%20sus.jpg

Die Rückmeldungen zur Kooperation mit der jeweils anderen Berufsgruppe unterschieden sich
dagegen deutlicher, diese Frage wird interessanter Weise von den Lehrkräften der DFE teilweise
kritischer beantwortet


http://www.dfe-kreisoffenbach.de/images/stories/2012/kooperation%20aus%20sicht%20der%20lk.jpg

Die Zufriedenheit mit den Rahmenbedingungen der Arbeit unterschied sich nur im Detail,
nicht in der Tendenz

http://www.dfe-kreisoffenbach.de/images/stories/2012/rahmenbed%20d%20arbeit.jpg

Besonders hervorgehoben werden kann somit die anhaltend und übereinstimmend hohe
positive Beurteilung der Entwicklung der Schüler/innen im emotionalen und sozialen Bereich.
Die Förderlehrkäfte beurteilen zu 90 % die Fortschritte ihrer Schüler als insgesamt sehr gut bis
befriedigend, die Klassenlehrkäfte sehen diese Entwicklungen ebenso zu 86 % im positiven
Bereich.
Wie im Vorjahr war bei der Auswertung der einzelnen Bögen interessant, dass bei einer
Unzufriedenheit über die Entwicklung der Schüler/innen die Zufriedenheit in der Kooperation
zwischen Förder- und Klassenlehrkräften dennoch sehr hoch war. Offensichtlich lassen sich
negative Fallverläufe in einer guten Kooperation besser aushalten und miteinander tragen.
Die Zusammenarbeit der beiden Berufsgruppen vor Ort wird aus Sicht der Förderlehrkräfte mit
96 % als sehr gut bis befriedigend bewertet, die Sicht der Klassenlehrkräfte entspricht dieser
Einschätzung von 100 % ebenfalls mit sehr guten bis befriedigenden Rückmeldungen.
Trotz der in öffentlichen Diskussionen zuweilen als nicht ausreichend dargestellten
Fördersituation beurteilen sowohl die Förderlehrkräfte der DFE als auch die Klassenlehrkräfte zu
99 %, bzw. zu 88 % die Rahmenbedingungen ihrer Arbeit als sehr gut bis befriedigend.
Trotz der eheblichen Stellenkürzungen ist es uns also gelungen, annähernd gleiche
Schülerzahlen (trotz kurzzeitiger Wartelisten) auf gleich hohem Niveau und mit annähernd
gleich guten Ergebnissen wie in den Vorjahren zu fördern.


D) Ausblick für das Schuljahr 2011/12

1. Entwicklung der rechtlichen Grundlagen

Zum Ende des Berichtsjahres lag weder die verabschiedete Fassung des neuen Schulgesetzes
noch die sonderpädagogische Ausführungsverordnung (neue VOSB) vor.
Im neuen Schuljahr wird die Gesetzesänderung sowie die neue Verordnung im Zentrum der
Diskussion stehen, da fast alle bisherigen schulrechtlichen Regelungen (z.B. zum
Feststellungsverfahren bei einem vermuteten sonderpädagogischen Förderbedarf) verändert
werden. Hier müssen die schulischen Abläufe soweit möglich pragmatisch oder im Vorgriff auf
die Verordnung gestaltet werden.

2. Personelle Situation

Nach ersten Planungen wird es im kommenden Schuljahr 2011/2012 keine weiteren
Stellenkürzungen geben.

3. Schülerzahlen

Im neuen Schuljahr 2011/12 kann es auch weiterhin kurzfristig Wartelisten geben. Unsere
Prognose geht wieder etwa 120 Schüler/innen mit Bedarf an ambulanter Förderung aus.
Die zwölf Plätze des Lernstern, Schule in der Tagesklinik, waren seit Mai 2011 stets voll belegt, 

z.T. mit einem Platz überbelegt. 

Der Unterricht und insbesondere die Rückführung der seelisch kranken Kinder in die allgemeinen 

Schulen wird eine besondere Herausforderung bleiben.

 

Im Juli 2011,

Edeltraud Ehlert,

Förderschulrektorin,

Schulleitung der DFE